Nach Angaben von Amnesty International verschärft Nordkorea die Überwachung von Informationen und Kommunikation, um die Einwohner zu unterdrücken.
Im am Mittwoch veröffentlichten Bericht „North Korea: Connection Denied“ schrieb die Organisation, dass das nordkoreanische Regime die Überwachung von Telekommunikation wie Mobiltelefonen und Internet verschärft habe. Dadurch würden die Rechte der Nordkoreaner stark eingeschränkt.
Über drei Millionen Nordkoreaner besäßen ein Mobiltelefon. Der staatliche Mobilfunkbetreiber blockiere Auslandsgespräche der Nutzer. Zudem werde lediglich Ausländern oder einer ausgewählten Gruppe von Einwohnern der Zugriff auf ausländische Internetseiten erlaubt, hieß es.
Diese Schritte des nordkoreanischen Regimes würden dazu dienen, dass die Einwohner keine Informationen über die Außenwelt erlangen und dass ernsthafte Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea nicht nach außen durchsickern, betonte Amnesty International.
Die Organisation will eine Unterschriftenaktion durchführen, um die nordkoreanische Regierung aufzufordern, den Einwohnern einen unzensierten Zugang zum Internet und Mobilfunknetz zu erlauben. An die nordkoreanischen Botschaften in 45 Ländern werden Schreiben mit der Forderung nach einer freien Kommunikation unter Nordkoreanern geschickt.