China hat Bereitschaft signalisiert, auf andere Weise über das nordkoreanische Atomprogramm zu verhandeln als im Rahmen der Sechser-Gespräche.
Außenminister Wang Yi sagte auf einer Pressekonferenz, China sei auch offen für Drei-, Vier- und Fünf-Parteien-Kontakte, um die nordkoreanische Nuklearproblematik und Fragen betreffend die koreanische Halbinsel zu klären. Damit wurde angedeutet, dass China die von Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye vorgeschlagenen Fünfer-Gespräche der Teilnehmer der Sechser-Runde ohne nordkoreanische Beteiligung erwägen könnte.
China hatte bisher darauf beharrt, dass die Sechser-Verhandlungen wieder aufgenommen werden sollten.
Der chinesische Chefdiplomat betonte zudem die Notwendigkeit einer gründlichen Umsetzung der Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen Nordkorea. China habe als ständiges Mitglied die Verantwortung und Kapazitäten für die Umsetzung von Resolutionen des Gremiums.
Auf die Frage, wie China bei den Mineralienexporten Nordkoreas zwischen Geschäften für die Ernährung der Bevölkerung und solchen für andere Zwecke unterscheiden wolle, hieß es nur, er glaube, dass es einen Konsens über die Angelegenheit gebe.
Zugleich drückte Wang Unmut über die laufenden US-südkoreanischen Manöver aus. China lehne jegliche Handlung ab, die die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel erhöhe, hieß es.