Der UN-Sicherheitsrat hat neue Sanktionen gegen Nordkorea verabschiedet.
Das Gremium in New York tagte am Mittwoch (Ortszeit) und nahm einstimmig eine neue Resolution als Reaktion auf Nordkoreas vierten Atomtest an.
Bis zur Verabschiedung seiner fünften Sanktionsresolution gegen Nordkorea brauchte der Sicherheitsrat 57 Tage für die Diskussionen, es war damit die bisher längste Zeit.
Die neuen Sanktionen gelten als die bisher schärfsten Strafmaßnahmen der UNO gegen ein Land. Nach den Worten der US-Regierung soll die Resolution Nordkorea die Botschaft vermitteln, dass das Land für seine Provokationen mit Atomwaffentests und Raketenstarts auf jeden Fall einen hohen Preis zahlen müsse. Der Geldhahn für das Atom- und Raketenprogramm solle zugedreht und die oberste Führung Nordkoreas finanziell unter Druck gesetzt werden.
Zu den Sanktionen zählen Kontrollen aller Frachten von und nach Nordkorea und das Exportverbot für nordkoreanische Mineralien. Die Lieferung von Treibstoffen für Flugzeuge an Nordkorea wird grundsätzlich verboten.
Es wurden auch Finanzsanktionen beschlossen, mit denen internationale Finanzaktivitäten Nordkoreas nahezu blockiert werden. Nordkoreanische Banken dürfen keine Filialen mehr im Ausland eröffnen und die vorhandenen Zweigstellen sollen binnen 90 Tagen schließen.
Zwölf Personen und 16 Organisationen, die in den Erwerb von Technologien und Devisen für das Atom- und Raketenprogramm verwickelt sind, wurden neu auf die Sanktionsliste gesetzt.
Ziel der Finanzsanktionen im Zusammenhang mit Massenvernichtungswaffen sind erstmals auch die nordkoreanische Regierung und die Arbeiterpartei. Zudem können Länder nordkoreanische Diplomaten ausweisen, sollten sie gegen die Sanktionen verstoßen.