Ein Öltanker einer südkoreanischen Reederei ist neun Tage nach der Entführung durch Piraten vor Westafrika gerettet worden.
Das teilte das südkoreanische Außenministerium mit. Der Öltanker sei am 11. Februar auf hoher See vor der Elfenbeinküste von Seeräubern überfallen worden. 18 Besatzungsmitglieder, darunter eines aus Südkorea, seien festgehalten worden.
Die nigerianische Marine befreite am Samstag im Zuge eines Rettungseinsatzes 16 Crewmitglieder einschließlich des Südkoreaners und geleitete das Schiff zum Hafen von Lagos. Dabei wurde ein Teil der Piraten festgenommen, die restlichen ergriffen jedoch die Flucht und entführten dabei zwei Besatzungsmitglieder.
Das Außenministerium setzte nach eigenen Angaben am 12. Februar ein Krisenteam ein und bietet konsularische Unterstützung für die Rückkehr des geretteten Koreaners an.
Laut der Nachrichtenagentur AP ist ein Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Besitzer des Tankers und verpachtete diesen an eine südkoreanische Reederei. Es ist das dritte Mal in fünf Jahren, dass das Schiff im Golf von Guinea von Piraten gekapert wurde.