Ein US-Experte hat Südkorea, Japan und Taiwan als potenzielle Atommächte eingestuft.
Mark Fitzpatrick, Leiter des US-Büros des in London ansässigen Internationalen Instituts für strategische Studien (IISS), schrieb in einem Bericht, dass die drei Länder wahrscheinlich latente Atommächte bleiben würden. Der Bericht wird am Donnerstag offiziell veröffentlicht.
Diese Länder verfügten über zivile Nuklearprogramme und die Entwicklung von einigen Dual-Use-Technologien, was ihnen ermöglichen würde, innerhalb von zwei Jahren Atomwaffen zu bauen. Diese drei Länder würden jedoch wahrscheinlich an ihrem Versprechen festhalten, den Atomwaffensperrvertrag einzuhalten, hieß es.
Es dürfe nicht die Gefahr übersehen werden, dass rapide Fortschritte beim nordkoreanischen Atomprogramm Südkorea zur nuklearen Aufrüstung veranlassen könnten. Jedoch würde die Nuklearisierung für Südkorea aus wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Gründen riskant sein, auch eine erneute Stationierung von US-amerikanischen Atomwaffen würde nicht vernünftig sein, hieß es weiter.