Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hat der südkoreanische Außenminister Yun Byung-se seine Bemühungen für härtere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea fortgesetzt.
Beim bilateralen Gespräch mit seinem US-Amtskollegen John Kerry am Freitag schlug Yun ein gemeinsames Vorgehen vor, damit Südkoreas Schließung des innerkoreanischen Industrieparks Kaesong und Strafmaßnahmen der USA, Japans, der EU und der internationalen Gemeinschaft einander wirksam ergänzen könnten.
Angaben des Außenministeriums in Seoul zufolge hat Kerry Seouls Schließung von Kaesong-Industriepark als eine mutige und sehr wichtige Maßnahme gewertet.
Yun hat zudem auch den russischen Außenminister Lawrow um mehr Härte gegen Nordkorea gebeten.
Yun sagte, er habe in München eine weit verbreitete Zustimmung der Weltgemeinschaft für Nordkorea-Sanktionen bestätigt gefunden.
Beim Treffen mit Chinas Außenminister Wang Yi am Donnerstag wurden allerdings Differenzen über die Stationierung des US-Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea bestätigt. Wang hat Pekings Bedenken geäußert, dass die THAAD-Stationierung Chinas Sicherheitsinteressen gefährde.