Laut dem stellvertretenden US-Außenminister Daniel Russel erfolgt die Schließung des Kaesong-Industrieparks im Einklang mit der Haltung der internationalen Gemeinschaft gegenüber Nordkorea.
Das sagte der Diplomat am Mittwoch vor ausländischen Korrespondenten in Washington. Die Entscheidung stehe im Einklang mit den Ansichten der internationalen Gemeinschaft, dass mehr Schritte notwendig seien, um die nordkoreanische Führung zu überzeugen. Nordkorea werde keinen Zugang zum internationalen Wirtschaftssystem haben, geschweige denn wirtschaftliche oder finanzielle Unterstützung bekommen können, solange es mit direkten Verstößen gegen Resolutionen des Weltsicherheitsrats sein Atom- und Raketenprogramm fortsetzt, sagte Russel weiter.
Die Entscheidung sei Seoul nicht leicht gefallen und zeige die Ernsthaftigkeit, die Südkorea dem jüngsten Atomtest und Start einer Interkontinentalrakete beimesse.
Nordkorea hatte letzten Monat seinen vierten Nukleartest und diese Woche nach eigenen Angaben einen Satelliten in den Orbit gebracht. Das Ausland vermutet jedoch, dass der Satellitenstart als Tarnung für den Test einer Langstreckenrakete diente.