Die Menschenrechtsverletzungen in nordkoreanischen Haftlagern dauern offenbar an.
Das Forschungsinstitut für Wiedervereinigungsfragen KINU gab in einem Bericht bekannt, die Zustände in den zwei Haftlagern Jeongeori und Gaecheon, in denen vorwiegend zwangsweise zurückgeführte nordkoreanische Flüchtlinge inhaftiert würden, seien besonders unmenschlich.
In dem Jeongeori Haftlager würden normalerweise täglich ein oder zwei Inhaftierte an den Folgen der Unterernährung oder extremen Folter sterben. Sollte sich eine Epidemie wie Tuberkulose ausbreiten, würden täglich bis zu 50 Inhaftierte sterben.
Der Bericht wurde auf der Grundlage von ausführlichen Interviews mit rund 1.000 nordkoreanischen Flüchtlingen im Zeitraum zwischen 2010 und 2015 verfasst.