Die chinesische Regierung hat offiziell verkündet, sich UN-Sanktionen gegen Nordkoreas Atomtest anzuschließen.
Das gab der Direktor für internationale Politik im südkoreanischen Verteidigungsministerium Yoon Soon-ku nach dem 15. südkoreanisch-chinesischen Arbeitsgespräch über Verteidigungspolitik in Seoul bekannt.
Peking habe die Position erörtert, sich den UN-Sanktionen anschließen zu wollen, weil Nordkoreas vierter Atomtest eine Verletzung der UN-Sanktionen und der gemeinsamen Erklärung bei den Sechser-Gesprächen über Nordkoreas Nuklearprogramm vom 19. September 2005 sei.
Bei dem regelmäßig stattfindenden Arbeitsgespräch wurde China vom Direktor Kuan Yoppei vertreten.
Details der Diskussion über die mögliche Stationierung des US-Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea gab das Verteidigungsministerium nach einer Vereinbarung mit China nicht bekannt.
Unterdessen kam Südkoreas Chefunterhändler für die Sechser-Atomgespräche, Hwang Joon-kook, am Donnerstag in Peking mit seinem chinesischen Amtskollegen Wu Dawei zusammen. Laut Hwang habe die chinesische Seite zwar der Notwendigkeit neuer und starker Sanktionen gegen Nordkorea zugestimmt. Zugleich habe sie jedoch gesagt, dass die Maßnahmen angemessen seien müssten.