Gegen einen wegen der Verunglimpfung koreanischer Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee angeklagten Japaner findet eine neue Gerichtsverhandlung statt.
Das Bezirksgericht Seoul Zentral will am 15. Januar die siebte Gerichtsverhandlung gegen den rechtsradikalen Aktivisten Nobuyuki Suzuki eröffnen. Die sechste Verhandlung fand im Juni 2014 statt.
Die früheren Verhandlungen wurden jedes Mal verschoben, da Suzuki nicht vor dem Richter erschien. Das Gericht erließ bei der sechsten Verhandlung Haftbefehl gegen den Japaner, der wegen der fehlenden Kooperation der japanischen Regierung nicht vollstreckt werden konnte.
Suzuki hatte im Juni 2012 einen Holzpfahl an der Mädchenstatue zum Gedenken der Opfer der Sexsklaverei vor der japanischen Botschaft in Seoul angebracht, in dessen Inschrift die Inseln Dokdo als japanisches Territorium bezeichnet wurden. Daraufhin war er wegen des Vorwurfs, die Ehre der Opfer der Sexsklaverei verletzt zu haben, im Februar 2013 angeklagt worden.