In Europa und den USA haben Protestkundgebungen gegen die Einigung zwischen Seoul und Tokio zur Frage der Sexsklaverei der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg stattgefunden.
Vor der südkoreanischen Botschaft in Berlin betonten 30 dort lebende Koreaner und Mitglieder einer Bürgerorganisation, dass die Einigung eine ohne Zustimmung der Opfer im Geheimen ausgehandelte Vereinbarung sei. Sie forderten die südkoreanische Regierung auf, die Vereinbarung aufzulösen.
In den USA fanden vor der japanischen Botschaft in Washington und dem japanischen Generalkonsulat in New York Protestkundgebungen statt. Die Teilnehmer forderten, dass die Regierungen Südkoreas und Japans die voreilig beschlossene Einigung korrigieren und neue Verhandlungen aufnehmen.
Anlass der Kundgebungen war das 24. Jubiläum der Mittwochsdemonstration, die für die Lösung der Trostfrauenfrage jeden Mittwoch in Seoul stattfindet.