Der UN-Sicherheitsrat hat intensiv über die nordkoreanische Menschenrechtsfrage debattiert.
Die Angelegenheit ist nach dem vergangenen Jahr erneut auf die Tagesordnung des Gremiums gesetzt worden.
Die USA, die derzeit den Vorsitz innehaben, verurteilten bei einer Sitzung zu der Angelegenheit am Donnerstag (Ortszeit) die Menschenrechtssituation in Nordkorea auf Schärfste. Ihre UN-Botschafterin Samantha Power sagte, dass es auf der Erde kein Land wie Nordkorea gebe.
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid al-Hussein, kritisierte, dass in nordkoreanischen Lagern für politische Gefangene nicht nur Zwangsarbeit sondern auch standrechtliche Exekutionen, Folter und Vergewaltigungen verübt würden.
Der südkoreanische UN-Botschafter Oh Joon betonte, dass es weiterhin schwere Menschenrechtsverstöße in Nordkorea gebe.
Dagegen behauptete China, dass der Weltsicherheitsrat nicht über die Kompetenzen verfüge, um über die nordkoreanische Menschenrechtsfrage zu diskutieren.
Dass der UN-Sicherheitsrat die nordkoreanische Menschenrechtsfrage zwei Jahre in Folge als offizielles Gesprächsthema behandelte, wird Nordkorea offenbar stärker belasten.