Bei einer Geiselnahme in der malischen Hauptstadt Bamako sind am Freitag mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen, darunter 19 Geiseln und zwei Terroristen.
Das sagte der malische Präsident Ibrahim Boubakar im staatlichen Fernsehen. Laut bisherigen Erkenntnissen befinden sich unter den getöteten Geiseln drei Chinesen, ein Belgier und ein Amerikaner. Die Angaben über die Zahl der Toten schwanken. Nach Zeugenaussagen seien mindestens 27 Leichen gezählt worden. Der Präsident des Landes hat das 14-stündige blutige Geiseldrama inzwischen für beendet erklärt.
Zu dem Anschlag in dem siebenstöckigen Luxus-Hotel Radisson Blu bekannte sich die einheimische Gruppe Al-Mourabitoun, die mit Al-Qaida sympathisiert.
Unterdessen hat das südkoreanische Außenministerium bestätigt, dass kein Südkoreaner zu Schaden kam. In Mali sollen sich derzeit etwa 30 Südkoreaner befinden, die meisten von ihnen Geschäftsleute und Missionare. Das Außenministerium hat den Landsleuten in dem afrikanischen Land geraten, sich vorerst möglichst in geschlossenen Räumen aufzuhalten.