Der Dritte Ausschuss der UN-Generalversammlung hat eine neue Resolution zu den Menschenrechten in Nordkorea mit deutlicher Mehrheit verabschiedet.
181 Mitgliedstaaten nahmen an der Abstimmung teil. Es gab 112 Für- und 19 Gegenstimmen bei 50 Enthaltungen.
Es handelt sich um die elfte UN-Resolution zu Nordkoreas Menschenrechten seit 2005. Die Billigung der Resolution im Dritten Ausschuss garantiert de facto die Annahme bei der Generalversammlung. Die Abstimmung dort wird voraussichtlich Mitte Dezember durchgeführt.
Die Resolution ähnelt der Resolution des vergangenen Jahres. Sie empfiehlt, die Menschenrechtsfrage Nordkoreas vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen und die Verantwortlichen für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft zu ziehen. Davon könnte auch Machthaber Kim Jong-un betroffen sein.
Zudem wurde begrüßt, dass der UN-Sicherheitsrat die nordkoreanische Menschenrechtsfrage auf die Tagesordnung gesetzt hat. Zugleich wird der Rat zu stetigen Diskussionen und Taten aufgefordert. Auch wird verlangt, dass das gesamte UN-System in der nordkoreanischen Menschenrechtsfrage auf einheitliche Weise handelt.
Nordkorea kritisierte die Resolution als Produkt der feindseligen Politik der USA, die auf den Kollaps des sozialistischen Systems Nordkoreas abziele.