Japans Premierminister Shinzo Abe hat wegen der Aufnahme von Dokumenten über die Massaker von Nanking ins Weltdokumentenerbe der UNESCO eine Untersuchung gefordert.
Abe habe ranghohen Funktionären der regierenden Liberaldemokratischen Partei angeordnet, die Umstände der Anerkennung der entsprechenden Dokumente als Welterbe zu untersuchen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.
Aus diesem Anlass müsse Japan darüber nachsinnen, nicht systematisch vorgegangen zu sein. Man müsse sich auf die nächste Prüfung in zwei Jahren vorbereiten, sagte Abe. Die Äußerung beziehe sich auf die Möglichkeit, dass China Aufzeichnungen über die Sexsklavinnen des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg in Kooperation mit anderen betroffenen Ländern erneut als Welterbe-Kandidaten beantragen will, so Kyodo.
Japans Kulturminister Hiroshi Hase will bei der Generalversammlung der UNESCO Anfang November eine Überprüfung des Systems der Registrierung des Weltdokumentenerbes fordern.