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Internationales

Japanische Medien kritisieren Regierung wegen Drohung an UNESCO

Write: 2015-10-14 13:41:00Update: 2015-10-14 14:13:14

Japanische Medien haben die Regierung in Tokio dafür kritisiert, der UNESCO de facto mit einer Beitragskürzung gedroht zu haben.

Hintergrund ist das Vorhaben, Dokumente zum von Japanern verübten Nanjing-Massaker von 1937 in das Dokumentenerbe der UNESCO aufnehmen zu lassen.

In einem Leitartikel schrieb "Mainichi Shimbun" heute, dass die Regierung einen Schritt zu weit gegangen sei. Tokio müsse Einwände in moderaterer Weise äußern.

"Tokyo Shimbun" warnte, dass ein Herausfordern der UN-Behörde nicht mit den diplomatischen Bemühungen um einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat konform gehe.

"Asahi Shimbun" stellte fest, dass unabhängig von der wahren Absicht hinter der Bemerkung, diese unverantwortlich klinge.

Nachdem die UNESCO Anfang des Monats entschieden hatte, Unterlagen zu dem Massaker in ihr Dokumentenerbe aufzunehmen, hatte Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga gesagt, dass Tokio seine Kooperation mit der UNESCO neu bewerten müsse.

Japan ist zurzeit zweitgrößter Beitragszahler hinter den USA.

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