Internationales
US-Experten: Nordkorea verzichtete wegen Beziehungen zu China auf Provokation
Write: 2015-10-14 10:26:59 / Update: 2015-10-14 11:41:33
Nach Einschätzung von US-Experten hat Nordkorea mit Rücksicht auf China und die Weltgemeinschaft auf Provokationen wie einen Raketenstart um das 70. Gründungsjubiläum der Arbeiterpartei in der Vorwoche verzichtet.
Nordkorea habe vermutlich eingesehen, dass eine Provokation angesichts der Kooperation der beteiligten Länder nicht in seinem Interesse wäre, sagte Stephen Noerper, der Vize-Vorsitzende der Korea Society, gegenüber dem US-Auslandsdienst Voice of America.
Nordkorea habe offenbar Nebenwirkungen des Starts einer Langstreckenrakete berücksichtigt, da Russland und China sich bereit erklärt hätten, an UN-Sanktionen gegen Nordkorea mitzuwirken, hieß es.
Andere Experten richteten Aufmerksamkeit auf die Rolle Chinas. Larry Niksch vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) wies auf die Teilnahme von Liu Yunshan, dem Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas, an der Jubiläumsfeier in Pjöngjang hin. Nordkorea könnte auf Provokationen verzichtet haben, um die Verbesserung seiner Beziehungen zu China anzustreben.
Robert Manning vom Atlantic Council vertrat die Ansicht, dass Nordkoreas Verzicht auf den Raketenstart eine Folge der Druckausübung Chinas sein könnte.
Bezüglich des von Liu unterbreiteten Vorschlags für eine Wiederaufnahme der Sechser-Atomgespräche wies Noerper darauf hin, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un keine Bereitschaft für Gespräche zur Denuklearisierung gezeigt hat. Nikschi sagte, es sei ungewiss, ob Nordkorea sich auf den Vorschlag einlassen werde.
Die Redaktion empfiehlt