Während der Pilgerfahrt in Saudi-Arabien sind bei einer Massenpanik bei Mekka mehr als 700 Menschen gestorben.
Laut lokalen Medien kamen am Donnerstagvormittag (Ortszeit) in Mina, fünf Kilometer entfernt von Mekka, mindestens 717 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben. 805 Menschen wurden verletzt.
Nach Worten von Zeugen drängten hunderttausende Pilger im Gedränge zum Eingang einer Brücke, was zu dem Unfall führte. Die Opfer wollten an einem Ritual im Rahmen einer Wallfahrt teilnehmen, bei dem Steine auf die Säulen des Teufels geworfen werden.
Die Rettungsdienste Saudi-Arabiens schickten über 4.000 Mediziner und Rettungskräfte sowie 220 Rettungswagen zum Unglücksort. Es besteht die Möglichkeit, dass die Zahl der Toten und Verletzten noch steigt. Die Unfallsursache werde derzeit untersucht, sagte ein Mitarbeiter.
Unterdessen teilte die südkoreanische Botschaft in Saudi-Arabien mit, dass nach bisherigem Kenntnisstand kein Koreaner unter den Opfern sei.
Die Behörden in Saudi-Arabien erwarten, dass dieses Jahr rund zwei Millionen Muslime die heiligen Städte Mekka und Medina besuchen werden.