In Japan setzt sich die Protestbewegung gegen neue Sicherheitsgesetze auch nach deren Billigung im Oberhaus fort.
Wie der Sender NHK berichtete, hätten über 170 Wissenschaftler am Sonntag in Tokio eine Pressekonferenz gegeben. Sie hätten eine Erklärung veröffentlicht, in der die Durchsetzung der Gesetze zur Ausübung des Rechts auf kollektive Selbstverteidigung durch die Regierungspartei als abscheulicher Akt kritisiert wird, mit dem der Pazifismus der Verfassung aufgegeben werde.
Professor Asaho Mizushima an der Waseda Universität sagte, dass umgehend ein Entwurf vorgelegt werden sollte, um die neuen Gesetze aufzuheben. Professor Yosuke Mamiya an der Aoyama Gakuin Universität erklärte, der richtige Kampf habe gerade erst begonnen.
Auch vor dem Parlamentsgebäude in Tokio hätten sich über 100 Personen versammelt, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Sie hätten skandiert, dass die Billigung der Gesetze nicht das Ende bedeute.