Japans Premierminister Shinzo Abe will nicht zur Zeit der chinesischen Siegesfeier am 3. September nach China reisen.
Das habe Abe aufgrund der Situation im Parlament beschlossen, sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Montag vor der Presse. Damit wird offenbar darauf angespielt, dass Abe innerhalb der regulären Sitzungsperiode bis 27. September die parlamentarische Billigung der Gesetze für die kollektive Selbstverteidigung durchsetzen will.
Zuvor hatten die japanischen Zeitungen „Yomiuri Shimbun“ und „Sankei Shimbun“ geschrieben, dass Abe anscheinend mit den USA und europäischen Staaten Schritt halten wolle. Ihre Staats- oder Regierungschefs hatten beschlossen, nicht an der geplanten Militärparade in Peking teilzunehmen.
Abe hatte erwogen, um den Jahrestag des chinesischen Siegs im Widerstandskrieg gegen Japan China zu besuchen und Spitzengespräche mit Staatspräsident Xi Jinping zu führen, der Parade aber nicht beizuwohnen.