Ein japanisches Kabinettsmitglied hat ein umstrittenes Kriegerdenkmal besucht, das auch Kriegsverbrechern der höchsten Klasse A gewidmet ist.
Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, habe die Ministerin für Verbraucherschutz und Gleichstellung Haruko Arimura den Yasukuni-Schrein in Tokio besucht.
Ministerpräsident Abe werde jedoch von einem Besuch an dem Schrein absehen, da dies die Nachbarn erzürnen könnte. Stattdessen habe sich der Regierungschef anlässlich des 70. Jahrestags der Kapitulation im Zweiten Weltkrieg für eine Opfergabe entschieden, hieß es weiter.
Im Lauf des Tages würden voraussichtlich weitere hochrangige Beamte und Regierungsmitglieder das Denkmal besuchen, meldete Kyodo.
Der Schrein wurde zu Ehren von 2,4 Millionen Kriegstoten errichtet. Unter ihnen befinden sich auch 14 Kriegsverbrecher der A-Klasse. Aus diesem Grund reagieren ehemals besetzte Länder und Kriegsgegner äußerst empfindlich auf offizielle Besuche von Regierungsmitgliedern an dem Schrein.