Nordkorea hat nach einem Medienbericht die internationale Telekommunikationsunion ITU nicht über die Einführung der neuen Normalzeit informiert.
Nordkorea habe ohne vorige Beratungen mit der Organisation die Entscheidung bekanntgegeben, berichtete der amerikanische Sender Radio Free Asia unter Berufung auf die ITU.
Viele Länder entschieden sich für eine der 24 Normalzeiten für die Bequemlichkeit der Bürger, wurde die Presseabteilung der Organisation zitiert. Aus diesem Grund richteten sich auch die westeuropäischen Länder nach der mitteleuropäischen Zeit.
Die Entscheidung über die Normalzeit liege jedoch im Ermessen des jeweiligen Landes.
Nordkorea hatte bekanntgegeben, zum 70. Jubiläum der Unabhängigkeit Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft eine neue Normalzeit einführen und am 15. August die Uhr um 30 Minuten zurückstellen zu wollen. Die "japanischen Imperialisten" hätten den Koreanern ihre Normalzeit geraubt, hatte es geheißen.
Nordkorea benutzt derzeit dieselbe Zonenzeit wie Japan und Südkorea.