Jüngste Analysen legen nahe, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un seine Macht durch die erfolgreiche Durchführung von landesweiten Lokalwahlen im Juli befestigen konnte
In einem Bericht für die Nordkorea-Webseite 38 North kommentierte Alexandre Mansourov am Donnerstag, dass die Wahlen im Juli trotz des bislang üblichen "Ja-und-Amens" zu Beschlüssen der Führerschaft "die Stabilität des Regimes von Kim Jong Un befestigt" habe und ihm "die Gelegenheit biete, die jeweilige lokale Elite, die er von seinem Vater geerbt hat, nach seinen eigenen Präferenzen und Prioritäten umzubesetzen oder zu ersetzen".
Mansourov, Gastdozent am US-Korea Institut der John Hopkins University School of Advanced International Studies, schätzt, dass bei den Lokalwahlen 55 Prozent der Delegierten ersetzt wurden.
Entgegen anderen Behauptungen im Westen, die von um sich greifenden Unruhen im Norden sprechen, sagt Mansourov, dass die Wahlen ein Zeichen für die politische Stabilität des Landes seien.