Der Stadtrat von Chicago hat eine Resolution angenommen, in der er seine Unterstützung für die Bemühungen von in den USA lebenden Koreanern erklärt, die Versklavung von Frauen zu Sexdiensten im Zweiten Weltkrieg aufklären zu wollen.
Die Resolution, die von Margaret Laurino, Stadträtin von Stadtbezirk 39, vorgeschlagen worden war, wurde bei einer Plenumsabstimmung im Juli angenommen und von Chicagos Bürgermeister Rahm Emanuel unterzeichnet.
In der Resolution ist festgehalten, dass 200.000 Frauen und Mädchen entführt oder mit dem Angebot von Arbeitsstellen angelockt und von der kaiserlichen japanischen Armee in die Sexsklaverei gezwungen wurden.
Die Resolution lobte die koreanische Gemeinde in den USA für ihre Bemühungen, die Erinnerungen an diese Frauen lebendig zu halten, und auch für ihre Maßnahmen, das Bewusstsein für diese Frage zu erhöhen, damit Menschenrechtsverletzungen dieses Ausmaßes sich nie wieder wiederholen.
Der Stadtrat plant, während einer Gedenkzeremonie anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft am 15. August eine Kopie der Resolution an die koreanische Gemeinde in Chicago zu übergeben.