Ein koreanisches Opfer der Sexsklaverei des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg hat der japanischen Regierung eine noch ausstehende Entschuldigung bei den ehemaligen Sexsklavinnen vorgeworfen.
Die 87-jährige Kang Il-chul besuchte am Donnerstag (Ortszeit) das Holocaust Memorial & Tolerance Center of Nassau County auf Long Island im US-Bundesstaat New York.
Sie sagte bei einem Treffen mit dem Leiter Steven Markowitz, dass die Holocaust-Frage mit der Entschuldigung Deutschlands geklärt worden sei. In der Frage der sogenannten Trostfrauen sei aber noch keine Lösung gefunden worden, da die japanische Regierung sich bislang nicht entschuldigt habe.
Im Anschluss suchte sie einen Gedenkstein für die Opfer der Sexsklaverei im Eisenhower Park auf und gedachte der Opfer.
Kang kam am 1. August in den USA an und berichtete in Atlanta und New York über Gräueltaten der japanischen Imperialisten. Sie wird am 11. August die Heimreise antreten.