Der frühere japanische Premierminister Tomiichi Murayama hat den Versuch von Premier Shinzo Abe, neue Sicherheitsgesetze durchzusetzen, scharf kritisiert.
Eine selbstgerechte Politik, bei der man aufgrund seines Glaubens und der Überzeugung die Bürger in einen Krieg hineinzuziehen versuche, könne nicht geduldet werden, sagte Murayama in einem Vortrag am Montag in Tokio.
Er forderte Abe auf, die öffentliche Meinung, die in der jüngsten Welle von Protestkundgebungen ausgedrückt sei, zu akzeptieren. Abe sollte die reinen Gefühle der Bürger respektieren, betonte er.
Der ehemalige Ministerpräsident verlangte auch, dass Abe die Murayama-Erklärung, die historische Entschuldigung für die Kolonialherrschaft und Aggressionen Japans, aufrechterhalte, wenn er eine Erklärung zum 70. Jubiläum des Endes des Zweiten Weltkriegs abgibt. Die Durchsetzung von persönlichen Meinungen sei nicht zu verzeihen, hieß es.