Das US-Außenministerium hat die Zwangsrekrutierung von sogenannten Trostfrauen durch Japan als grausame und ungeheuere Verletzung der Menschenrechte bezeichnet.
Die Ansicht wurde mitgeteilt, nachdem die japanische Regierungspartei in einem Vorschlag gegenüber der Regierung geleugnet hatte, dass das japanische Militär Frauen im Zweiten Weltkrieg in Frontbordelle verschleppt hatte.
Das Ministerium definierte das Trostfrauensystem als Frauenhandel zu sexuellen Zwecken durch das japanische Militär während des Zweiten Weltkriegs. Das habe die US-Regierung mehrmals erwähnt, hieß es am Donnerstag.
Ein Sonderkomitee der Liberaldemokratischen Partei Japans reichte dem Premierminister am Dienstag einen Vorschlag ein, in dem kritisiert wurde, dass der damalige Chefkabinettssekretär Yohei Kono 1993 die Zwangsrekrutierung von Trostfrauen zugegeben hatte. In dem Papier steht, dass die Verbreitung falscher Informationen über die Trostfrauenfrage die Ehre Japans beschädigt habe.