Der Konzern Mitsubishi Materials hat behauptet, es gebe einen Unterschied zwischen der Zwangsarbeit von Koreanern und der Zwangsarbeit von Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg.
In einem Gastkommentar in der japanischen Zeitung Sankei Shimbun hatte Yukio Okamoto, ein assoziiertes Vorstandsmitglied bei Mitsubishi Materials, am Montag behauptet, dass die Betonung Seouls auf die Zwangsarbeit von Koreanern etwas anderes sei als die Frage nach den Kriegsgefangenen.
Okamoto sagte, die Chinesen, die nach Japan gebracht und zur Arbeit für das Unternehmen gezwungen wurden, seien Kriegsgefangenen vergleichbar gewesen.
Er fügte hinzu, dass im Gegensatz zu den US-Kriegsgefangenen die chinesischen Opfer und ihre Familien finanzielle Entschädigung zusätzlich zu einer Entschuldigung verlangt haben, so dass es schwieriger für das Unternehmen sei, mit den chinesischen Opfern umzugehen.
Anfang dieses Monats bot Mitsubishi Materials den amerikanischen Opfern ihrer Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs eine Entschuldigung an. Die Firma sagte auch, sie werde die chinesischen Opfer entschädigen, aber weigerte sich unter Berufung auf unterschiedliche rechtliche Bedingungen, Maßnahmen in Bezug auf die koreanischen Opfer zu ergreifen. Japans erzwungene Besetzung der koreanischen Halbinsel dauerte von 1910 bis 1945.
In Südkorea ist eine Klage gegen Mitsubishi im Gang. Im vergangenen Monat bestätigte das Bezirksgericht in Gwangju die Entscheidung eines unteren Gerichts, dass Mitsubishi Heavy Industries eine Entschädigung an die südkoreanischen Opfer oder deren Familien zu zahlen habe. Das Unternehmen legte Anfang des Monats Berufung gegen die Entscheidung ein.