Ein von Nordkorea eingeleitetes Gerichtsverfahren für die Rückholung eines koreanischen Kulturgutes ist am Mittwoch in Tokio eröffnet worden.
Bei der ersten Verhandlung des Schiedsverfahrens forderte ein Rechtsanwalt in Vertretung des nordkoreanischen Buddhistenvereins die Rückgabe des Steinturms des Tempels Yuli in Pjöngjang, den der japanische Unternehmer Kihachiro Okura zur Kolonialzeit nach Japan gebracht hatte.
Die Okura-Stiftung betonte, dass man den Steinturm vor rund 100 Jahren erworben und nicht geraubt habe. Daher habe der nordkoreanische Buddhistenverein, der 1945 gegründet wurde, keine Eigentumsrechte daran.
Die Stiftung zeigte sich jedoch bereit, sich aufrichtig auf Verhandlungen einzulassen.
Die zweite Verhandlung für die Rückholung des fünfstöckigen Steinturms aus der Goryeo-Zeit wird am 17. September stattfinden.