Nordkorea und Japan haben Mitte Mai in der Mongolei geheime Regierungsgespräche über die Frage der nach Nordkorea entführten Japaner geführt.
Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am heutigen Montag.
Themen seien anscheinend der Inhalt der im vergangenen Juli aufgenommenen neuen Untersuchung zu den Entführten und eine Wiedereinführung der Sanktionen Japans gegen Nordkorea gewesen.
Ein Sekretär von Premierminister Shinzo Abe sei zu diesem Zeitpunkt in die Mongolei entsandt worden. Daher sei es sehr wahrscheinlich, dass er bei dem Treffen anwesend gewesen sei, hieß es weiter.
Pjöngjang und Tokio hatten Ende Mai letzten Jahres vereinbart, dass Nordkorea Untersuchungen zu den bekannten Entführungsfällen und auch allen anderen Japanern in dem Land durchführt. Ein Untersuchungskomitee nahm am 4. Juli Untersuchungen auf. Im Gegenzug hob Japan einen Teil seiner Sanktionen gegen Nordkorea auf.
Bisher teilte Nordkorea jedoch Japan die Untersuchungsergebnisse nicht mit.
Unterdessen sprach der Chef des Nationalen Sicherheitssekretariats Japans, Shotaro Yachi, am Sonntag in der Mongolei mit Premierminister Tschimediin Saichanbileg über die Kooperation in der Entführtenfrage.