Im russischen Sachalin sind erstmals von der japanischen Regierung erstellte Dokumente mit Namenslisten von koreanischen Zwangsarbeitern entdeckt worden.
Südkoreas Regierungskomitee zur Untersuchung der Zwangsrekrutierung zur japanischen Kolonialzeit teilte mit, nach einer Überprüfung von im Nationalen Geschichtsarchiv in Sachalin aufbewahrten Dokumenten die Zwangsrekrutierung von 846 Koreanern festgestellt zu haben.
Die Dokumente wurden zwischen 1941 und 1944 von der Toyohara Polizeistation Japans in Sachalin erstellt. Darin sind Informationen über koreanische Arbeiter enthalten, die vor japanischen Unternehmen geflüchtet waren.
Demnach wurden 278 koreanische Arbeiter, damit der größte Anteil, in Sachalin eingesetzt, dahinter folgte Hokkaido mit 210 Personen. In insgesamt 18 Regionen wurden Koreaner zur Zwangsarbeit eingesetzt.