Nach Worten eines japanischen Historikers haben amtliche Urkunden Japans die Beteiligung des Militärs an der Errichtung von Kriegsbordellen bestätigt.
Durch Urkunden des Militärs und der Polizei sei nachgewiesen worden, dass die sogenannten Troststationen die vom japanischen Militär errichteten Einrichtungen im rückwärtigen Gebiet gewesen seien, sagte Professor Kazu Nagai an der Kyoto Universität gegenüber der Zeitung „Asahi Shimbun“.
Nagai hat sich mit dem Trostfrauensystem der japanischen Armee beschäftigt. Seine Forschung stelle eine Kritik an der Behauptung dar, dass die Troststationen Prostitutionseinrichtungen auf Schlachtfeldern gewesen seien, und dass die Armee nicht dafür verantwortlich sei, sagte er.
Im Zuge der Planung für die Errichtung von Troststationen hätten der Sonderdienst der japanischen Armee, die Militärpolizei und das Generalkonsulat Japans in Schanghai ein Abkommen über die Aufgabenteilung abgeschlossen. Personen im Auftrag des Militärs seien nach Japan und zur koreanischen Halbinsel entsandt worden, um Trostfrauen zu rekrutieren.
Aus Dokumenten über Kriegsverbrecherprozesse gehe hervor, dass es in von Japan besetzten Regionen in China und Südostasien Zwangsrekrutierungen wie Entführungen und Verschleppungen durch einige Truppeneinheiten gegeben habe.