Die Regierungspartei Japans will Premierminister Shinzo Abe vorschlagen, die Trostfrauen für Soldaten im Zweiten Weltkrieg nicht als Sexsklavinnen anzuerkennen.
Die Liberaldemokratische Partei habe am Mittwoch bei einer Sitzung wesentliche Punkte ihres Vorschlags für die geplante Erklärung Abes zum 70. Jahr des Kriegsendes festgelegt, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.
Dazu zähle, dass Abe fordern sollte, die Bezeichnung der Trostfrauen des Militärs als Sexsklavinnen zu korrigieren. Durch Öffentlichkeitsarbeit bei internationalen Organisationen sollte Japans Position zu den Trostfrauen bekannt gemacht werden, hieß es.
Dabei sei offenbar ein Bericht der Vereinten Nationen von 1996 berücksichtigt worden, in dem das Trostfrauensystem der japanischen Armee als Sexsklaverei definiert worden sei, hieß es weiter. Darin wurde Japan geraten, seine Verantwortung anzuerkennen und die Opfer zu entschädigen.