Ein koreanisches Opfer der Sexsklaverei des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg hat Japans Premierminister Shinzo Abe Geschichtsklitterung vorgeworfen und eine aufrichtige Entschuldigung gefordert.
Japan leugne seine Verantwortung für die Sexsklaverei der Armee noch immer, sagte Kim Bok-dong nach ihrer Ankunft in Washington bei einem Treffen mit Korrespondenten.
Die 89-Jährige ging auch auf das Streben Tokios nach Wiederaufrüstung durch die neuen Richtlinien für die Verteidigungskooperation zwischen den USA und Japan ein. Sollten die USA Japans Freund sein, müssten sie Premier Abe auf den richtigen Weg führen.
Kim wird am 1. Juli an einer Demonstration vor der japanischen Botschaft in Washington teilnehmen. Dabei wird sie die Geschichtsklitterung durch die Abe-Regierung kritisieren und eine Lösung für die Frage der Sexsklaverei im Krieg verlangen.