Koreanische Opfer der Sexsklaverei des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg haben Japan zu einer unverzüglichen Entschuldigung aufgefordert.
Das House of Sharing, ein Heim für frühere Sexsklavinnen in Gwangju in der Provinz Gyeonggi, gab anlässlich des 50. Jubiläums der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Südkorea und Japan eine Pressekonferenz.
Dabei drückten frühere Sexsklavinnen und Angehörige der gestorbenen Opfer die Besorgnis darüber aus, dass die Zeit knapp sei, um die Wahrheit über die Sexsklaverei zu ermitteln. Von den bei der Regierung registrierten 238 Opfern leben lediglich noch 50.
Sie verlangten, dass die japanische Regierung sich bald offiziell entschuldigt und die Opfer rechtlich entschädigt.
Ein Opfer namens Yoo Hee-nam erläuterte, warum und wozu sie vor einem US-Gericht eine Entschädigungsklage gegen die japanische Regierung, Unternehmen und Medien anstrengen will.
Yoo und weitere Opfer wollen in den USA an Kriegsverbrechen beteiligte japanische Unternehmen wie Mitsubishi Heavy Industries, Japans Premierminister Shinzo Abe und die japanische Zeitung „Sankei Shimbun“ auf Schadenersatz in Höhe von 20 Millionen Dollar verklagen. Die Zeitung diffamierte Opfer der Sexsklaverei als Prostituierte.