Nach südkoreanischen Angaben haben mindestens 1.500 Koreaner an japanischen Industriestätten Zwangsarbeit geleistet, die UNESCO-Weltkulturerbe werden sollen.
Japan bewirbt sich mit 23 Industrieanlagen, darunter Minen, Werften und Fabriken, in acht Präfekturen. Diese sollen für die Industrialisierung des Landes eine besonders wichtige Rolle gespielt haben. Die Anlagen gehören den Konzernen Mitsubishi Heavy Industries, Mitsubishi Mining, Mitsui Mining und Nippon Steel.
Das Büro des südkoreanischen Ministerpräsidenten wies darauf hin, dass dort mindestens 1.516 Koreaner unter schlechten Bedingungen für gefährliche Arbeiten eingesetzt wurden. Die Zahl ergibt sich anhand der offiziell eingereichten Entschädigungsanträge früherer Zwangsarbeiter.
Die tatsächliche Zahl sei vermutlich deutlich höher, hieß es aus dem Büro des Premiers. Tokio hätte das Ausmaß der Schäden, die Zwangsarbeitern zugefügt worden seien vor der Bewerbung bei der UNESCO prüfen sollen, sagte ein Mitarbeiter der Behörde, der anonym bleiben wollte.
Historiker gehen davon aus, dass Japan im Zweiten Weltkrieg Zehntausende Koreaner als Zwangsarbeiter einsetzte.