Nach Einschätzung der Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, könnte Südkorea durch medizinische Maßnahmen eine weitere Ausbreitung von Mers unter Kontrolle bringen.
Das gemeinsame Untersuchungsteam der WHO und der südkoreanischen Regierung, das am Dienstag die Arbeit aufnehme, werde die Angemessenheit des bisherigen Vorgehens prüfen. Das Team werde entscheiden, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich seien, sagte Chan.
Bezüglich der Gründe für die rapide Ausbreitung von Mers in Südkorea sagte Chan, dass der Brauch, dass Patienten von ihren Angehörigen gepflegt würden, anscheinend Einfluss ausgeübt habe.
Um Schäden auf ein Mindestmaß zu reduzieren, sei es wichtig, dass sich Bürger und Regierung verantwortungsbewusst verhielten und einander vertrauten, sagte Chan weiter.