Sieben Familienangehörige der so genannten Luftbefeuchter-Geschädigten und Vertreter von Umweltorganisationen haben bei einem britischen Hersteller des Desinfektionsmittels für Luftbefeuchter einen Protestbesuch abgestattet.
Hintergrund sind eine Reihe von Todesfällen wegen Luftbefeuchter-Desinfektionsmitteln im Jahre 2011. Nach Untersuchungen der südkoreanischen Regierung sind bisher 221 Geschädigte bestätigt, darunter 92 Tote wegen Lungenschäden.
Die Demonstranten haben vor dem Eingang des britischen Unternehmens das zweifelhafte Desinfektionsmittel und Fotos der Opfer ausgestellt und verantwortungsvolle Maßnahmen gefordert. Sie kritisierten das Unternehmen, sich nicht entschuldigt zu haben, obwohl am 9. Mai noch eine weitere Person ums Leben gekommen sei. Im Anschluss daran haben sie vor dem Parlament in London eine Kerzen-Kundgebung veranstaltet. Bis Freitag wollen sie im Schulterschluss mit britischen Bürgerverbänden die Problematik thematisieren.
Die südkoreanische Umweltorganisation "Bürgerzentrale für Umwelt und Gesundheit" geht davon aus, dass bisher 142 Menschen wegen Giften in Desinfektionsmittel für Luftbefeuchter starben. Über 80 Prozent der Opfer hätten Desinfektionsmittel von zwei britischen Herstellern benutzt, so die Organisation.