Nach Einschätzung des US-amerikanischen Militärexperten Joseph Bermudez hat Nordkorea am Wochenende nicht wie behauptet eine Rakete von einem U-Boot abgeschossen.
Stattdessen sei der Abschuss wahrscheinlich von einem gesunkenen Kahn aus erfolgt, berichtete der Analyst von AllSource Analysis am Dienstag. Satellitenaufnahmen des Anbieters zeigten Details, die auf den von Nordkorea veröffentlichten Fotos nicht zu erkennen seien.
Darauf sei an der Sinpo-Werft neben dem U-Boot ein Kahn zu sehen. Er gehe davon aus, dass die Rakete dort gestartet wurde, da die U-Boot-Startrampe keine Anzeichen für eine Benutzung erkennen lasse.
Wahrscheinlich habe der Norden seine Bilder gefälscht, um seine Kapazitäten im Raketen-Bereich übertrieben darzustellen, hieß es weiter.
Beobachter von 38 North, einem auf Informationen über Nordkorea spezialisierten Blog, gehen davon aus, dass Nordkorea fünf Jahre bräuchte, um eine U-Boot-gestützte Rakete (SLBM) zu entwickeln.
Am letzten Samstag veröffentlichte Nordkorea ein Foto einer aus dem Wasser aufsteigenden Rakete. Dabei habe es sich um den ersten Abschuss einer U-Boot-gestützten Rakete in Nordkorea gehandelt. Machthaber Kim Jong-un habe den Test selbst überwacht.