Internationales
NGO-Vertreter wollen UNESCO auch Schatten japanischer Geschichte bewahren lassen
Write: 2015-05-09 11:08:24 / Update: 2015-05-09 15:33:07
In Bezug auf Japans Versuch zur Anerkennung von Industrieanlagen aus der Meiji-Zeit als UNESCO-Welterbe fordern NGO-Vertreter und Wissenschaftler in Südkorea, Japan und Deutschland die Vereinten Nationen dazu auf, auch die Schattenseiten der japanischen Geschichte zu bewahren.
Ein entsprechendes Schreiben an die Präsidentin des UNESCO-Welterbekomitees Maria Böhmer haben die Vorsitzende der südkoreanischen Bürgerinitiative für die Entschädigung von Opfern des Pazifik-Kriegs Lee Hee-ja, Professor Seo Seung an der japanischen Universität Ritsumeikan und die Vorsitzende des Korea-Deutschland-Vereins Han Jung-hwa, am Freitag übermittelt.
In dem Schreiben, das von etwa 50 Personen unterschrieben ist, wird darauf hingewiesen, dass unter anderem das Stahlunternehmen Mitsubishi Kriegsverbrechen begangen habe. Etwa 60.000 Koreaner und Chinesen seien zur Zwangsarbeit verschleppt worden. Sollten die Industrienanlagen auf die Liste der Welterbe gesetzt werden, müsse man durch Denkmäler oder Gedenkstätten die unglückliche Vergangenheit der betroffenen Menschen im Weltkulturerbe in Erinnerung bleiben lassen, hieß es.
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