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Internationales

Abes Rede vor US-Kongress stößt auf Kritik in USA und Japan

Write: 2015-05-01 11:08:47Update: 2015-05-01 14:42:25

Abes Rede vor US-Kongress stößt auf Kritik in USA und Japan

Die Rede von Japans Premierminister Shinzo Abe vor dem US-Kongress ist wegen der Äußerungen zur Kriegsvergangenheit seines Landes sowohl in den USA als auch in Japan auf Kritik gestoßen.

Steve Israel, Mitglied des Repräsentantenhauses, sagte, es sei sehr enttäuschend, dass der Rede von Abe Reue und Respekt für die Opfer gefehlt habe.

John Feffer, der Leiter der Denkfabrik Foreign Policy in Focus, kritisierte, dass Abe die Sexsklaverei des japanischen Militärs mit Absicht nicht angesprochen habe. In Deutschland sei die Leugnung des Holocaust ein Verbrechen. In Japan sei die Leugnung der Verbrechen im Zweiten Weltkrieg dagegen nicht nur akzeptabel, sondern könne auch eine Gewinnstrategie im Wahlkampf für einige Politiker sein.

Japanische Medien wiesen auf Abes Großvater und früheren Ministerpräsidenten Nobusuke Kishi hin, der als mutmaßlicher Kriegsverbrecher der Klasse A inhaftiert worden war. Abes Rede habe sich nach der Rede Kishis vor dem US-Kongress im Jahr 1957 gerichtet.

Die Zeitung „Asahi Shimbun“ verwies auf die ausgebliebene Entschuldigung für die Kolonialherrschaft und Aggression Japans und warf Abe eine kaltherzige Haltung gegenüber asiatischen Ländern vor.

Der Chef der Demokratischen Partei Japans, Katsuya Okada, kritisierte, dass die Rede gezeigt habe, dass die Geschichtsauffassung immer noch nicht eindeutig sei.

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