Japans Premierminister Shinzo Abe hat in seiner Rede vor dem US-Kongress keine eindeutige Entschuldigung gegenüber asiatischen Nachbarn wegen der Kriegsverbrechen seines Landes ausgesprochen.
Abe hielt am Mittwoch (Ortszeit) als erster japanischer Premier eine Rede bei einer gemeinsamen Sitzung beider Kammern des US-Kongresses.
Abe sagte, dass die Handlungen Japans während des Zweiten Weltkriegs den Menschen in Asien Leid zugefügt hätten. Er wolle an den Auffassungen früherer japanischer Premierminister festhalten.
Jedoch verzichtete Abe auf wichtige Formulierungen, die seine Vorgänger in Erklärungen zur Kriegsvergangenheit verwendet hatten, wie „Kolonialherrschaft“ und „Aggression“, und entschuldigte sich nicht eindeutig für Verbrechen. Auch über die Verschleppung von Frauen als Sexsklaven durch die japanische Armee schwieg er.
Demgegenüber sagte Abe bezüglich des Angriffs Japans auf Pearl Harbor, dass er den US-amerikanischen Kriegsopfern mit tiefem Respekt seine ewige Anteilnahme anbiete.