Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat die im Zweiten Weltkrieg von japanischen Truppen verschleppten Frauen erneut als Opfer von Menschenhandel bezeichnet.
Bei einem Besuch an der Harvard University sagte Abe, dass sein Herz wegen der sogenannten Trostfrauen schmerze, doch für eine Entschuldigung oder Übernahme von Verantwortung nutzte er den Anlass nicht.
Seine Bemerkungen waren nahezu identisch mit denen in einem Interview mit der "Washington Post" im letzten Monat.
Auf der Bandung-Konferenz hatte der Premier am 22. April tiefe Reue über den Zweiten Weltkrieg zum Ausdruck gebracht, aber keine Entschuldigung. Auch verzichtete er auf die Bezeichnungen "Kolonialherrschaft" und "Aggression", die in der wegweisenden Erklärung des früheren Premiers Murayama vorkamen.