Laut der US-Zeitung „Washington Post“ findet die Frage der Sexsklaverei des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg ein besonderes Echo in Washington.
Das schrieb die Zeitung in einer Meldung über ein Interview mit Lee Yong-soo, ein Opfer der Sexsklaverei.
Lee besuchte Washington im Vorfeld des Besuchs von Japans Premierminister Shinzo Abe in den USA. Sie sagte, sie möchte dem japanischen Imperialismus, der ihr die Jugend gestohlen hatte, keinen Trost geben. Sie wünsche, dass Abe sich noch vor ihrem Tod entschuldigt.
Die 86-Jährige äußerte ferner, dass sie nach ihrer Heimkehr nach dem Krieg sich selbst für wertlos gehalten und sich beschämt, furchtsam und einsam gefühlt habe.
Die Zeitung schrieb weiter, die japanische Botschaft in den USA behaupte, dass die Tokioter Regierung eine Entschuldigung und Reue über die Angelegenheit ausgedrückt und den Opfern Entschädigungen gezahlt habe.