Die US-amerikanische Tageszeitung "The New York Times" hat dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe geraten, sich aufrichtig mit der Trostfrauenfrage auseinanderzusetzen.
In einem Leitartikel mit der Überschrift "Shinzo Abe und Japans Geschichte" hieß es in der Montagsausgabe, dass die Rede des Premiers vor dem US-Kongress in der kommenden Woche wichtig werde.
Anlässlich des 70. Jahrestags von Japans Niederlage im Zweiten Weltkrieg sei sein Besuch gewissermaßen auch eine Feier des beachtlichen Wiederaufstiegs Japans und der festen Allianz der USA mit dem einstigen Feind, hieß es.
Der Erfolg des Besuchs hänge aber auch davon ab, ob und wie Abe die kriegerische Vergangenheit seines Landes anspricht.
Japan wolle sich als verlässlicher Partner in Asien anbieten, der den USA helfen könne, China in Schach zu halten. Doch könne diese Rolle nicht glaubwürdig ausgefüllt werden, wenn Japan Kritik an seiner Vergangenheit zurückweise, schrieb die Zeitung weiter.