Die indische Regierung hat Nahrungsmittelshilfe für Nordkorea beschlossen.
Das berichtete das US-amerikanische Radio Free Asia unter Berufung auf die indische Tageszeitung „The Telegraph“.
Indien werde Nordkorea mit Weizen oder einer anderen Getreidesorte versorgen. Die Entscheidung sei auf die Bitte von Nordkoreas Außenminister Ri Su-yong bei seinem Besuch in Neu-Delhi erfolgt, hieß es.
Ri hatte sich beim Treffen mit seiner indischen Amtskollegin Sushma Swaraji am Montag für die Nahrungsmittelhilfe im Wert von einer Million Dollar im Jahr 2011 bedankt und um eine weitere Hilfe gebeten.
Unterdessen ging aus einem Bericht des UN-Welternährungsprogramms hervor, dass 70 Prozent der Bevölkerung Nordkoreas, rund 18 Millionen, noch immer auf die Nahrungsmittelrationierung angewiesen seien. Lediglich 16 Prozent hätten Zugang zu ausreichender Nahrung.
Letztes Jahr hatten Nordkoreas Behörden jeden Einwohner mit 383 Gramm Nahrung am Tag versorgt. Das entspricht nur 64 Prozent der vom WFP empfohlenen Mindestmenge für einen Erwachsenen von 600 Gramm.