Ein US-Politikexperte mit Schwerpunkt Japan hat Japans Premierminister Abe aufgefordert, in Bezug auf Japans Kriegsgeschichte Reue zu zeigen.
Gerald Curtis, ein Politikprofessor an der Columbia-Universität, sagte in einer Stellungnahme in der Onlineversion des Wall Street Journal am Donnerstag, dass Abe seine „tief empfundene Reue gegenüber allen Opfer der japanischen Aggressionen“ zum Ausdruck bringen solle.
Curtis drängte den Premierminister dazu, dies bei seiner bevorstehenden Rede vor dem US-Kongress zu berücksichtigen.
Curtis sagte weiter, dass Abes nationale Sicherheitsstrategie auf drei Säulen ruhe. Einerseits würde Japan seine eigene Verteidigung stärken, zudem die Allianz mit den USA vertiefen und sicherheitspolitische Beziehungen mit Australien, Indien, den Philippinen, Südkorea, Vietnam und anderen Ländern in Südostasien ausbauen.
Curtis wies darauf hin, dass eine Versöhnung mit Südkorea und China noch nicht durchgeführt worden sei.