Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Nordkorea, Marzuki Darusman, hat die Weltgemeinschaft aufgefordert, die Entführungen von Ausländern durch Nordkorea zu thematisieren.
Diese Forderung stellte Darusman bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats als Mittel für die Lösung der nordkoreanischen Menschenrechtsfrage.
Im Bericht der UN-Untersuchungskommission zu den Menschenrechten in Nordkorea vom vergangenen Jahr stehe, dass schätzungsweise über 200.000 ausländische Bürger seit 1950 nach Nordkorea entführt worden seien.
Es müsse geklärt werden, wie groß das Ausmaß der Entführungen und des Verschwindenlassens sei. Eine regelmäßige Aktion durch den UN-Sicherheitsrat und den Menschenrechtsrat sei erforderlich, fügte Darusman hinzu.