Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gefordert, die Frage der Sexsklaverei des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg grundlegend zu lösen.
Diese Äußerung habe Merkel beim Treffen mit dem Chef der oppositionellen Demokratischen Partei Japans, Katsuya Okada, heute in Tokio gemacht, berichteten japanische Medien, darunter die Nachrichtenagentur Kyodo.
Japan und Südkorea hätten gemeinsame Werte, daher sei die Versöhnung zwischen beiden Ländern wichtig, sagte Merkel.
Okada äußerte, dass das Kriegsende sich zum 70. Mal jähre, Japan jedoch keine Aussöhnung mit China und Südkorea erreicht habe. Daraufhin betonte Merkel, es sei wichtig, dass man sich der Vergangenheit als seine eigene Frage stelle. Dies müsse jederzeit geschehen.
Die Abe-Regierung hält an der Position fest, dass die Frage der Sexsklaverei mit dem Abkommen zwischen Südkorea und Japan über die Entschädigungsansprüche rechtlich geklärt sei.