Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die japanische Regierung indirekt gemahnt, sich mit der Kriegsvergangenheit des Landes auseinanderzusetzen.
Deutschland habe sich der Vergangenheit gestellt, sagte Merkel am Montag bei ihrem Besuch in Japan.
Merkel betonte danach auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Anschluss an das Gespräch mit Premierminister Shinzo Abe, die Aufarbeitung der Vergangenheit sei eine Voraussetzung, um Versöhnung erreichen zu können.
Es sei schwierig, als deutsche Kanzlerin Japanern Ratschläge zu geben, wie man mit Nachbarn umgehen sollte. Sie glaube jedoch, dass die Geschichte und Erfahrungen lehrten, nach Mitteln für die friedliche Aussöhnung zu suchen, hieß es.
Abe sagte auf der Pressekonferenz, dass Japan und Deutschland Grundwerte wie freie Demokratie und Menschenrechte teilten.